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Paradeiser : Tomate [Paradeiser]


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Paradeiser

der, -s, -
Tomate

Referenz von Paradeiser




Art des Wortes: Substantiv

Erstellt von: Russi [Admin] am Aug.2002


Ähnlich klingend:        

Links: Österreichisches Wörterbuch : Paradeiser - Referenz von Paradeiser

  


Bewertungen (88)



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Beispiel:
Der Pflanzenfarbstoff Lycopin, der Paradeiser rot macht, senkt das Risiko für Prostatakrebs und Herzattacken. [Die Presse 15.7.1998]
von Russi [Admin] am Jul.2005

 
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Aussprache
je Wien desto breiter: Paradääsa
von joeditt am Nov.2006

 
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Herkunft: Paradies-Apfel
Paradeis: alte Form von Paradies (vgl. das barocke Paradeisgartl/Paradiesgärtchen an der Stelle des Wiener Heldenplatzes) - Verkürzung zu (Paradieser=) Paradeiser
von joeditt am Nov.2006

 
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Übrigens ...
... ist "Tomate" ursprünglich nord- bis mitteldeutsch (auch wenn, wer heutzutage einen "Paradeissaft" bestellt, inzwischen meist befremdete Blicke erntet), und davor eine Bezeichnung amerikanischer UreinwohnerInnen - Paradeiser sind ja wie Paprika und Erdäpfel in Europa vor dem Kolonialismus nicht heimisch gewesene Importfrüchte.
von joeditt am Jun.2007

 
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Lustig find i
übrigens die Verballhornung "Tomateiser" ;-)
von Uzof am Oct.2007

 
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Sehr guat
I hab a oft Wache schieben muessen in Hoersching vor a paar Jahrn. Es war im Herbst 1965! Da hamma a grosse Gaudi kopt beim Hasenjagen mit dem Jeep.
von baldy am Jan.2008

 
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Nur Ostösterreich
Paradeiser wird in Tirol nicht verwendet, hierzulande sagt (und sagte man immer) Tomaten. Bis vor ein paar Jahren hatte ich das Wort auch noch nie gehört.

Zunehmend wird aber in den Medien, v.a. ORF, das Wort "Paradeiser" (ein häßliches Wort IMHO) der Tomate vorgezogen. Ein weiteres Beispiel dafür, das uns Westösterreichern Begriffe aus dem Osten aufgezwungen werden, weil sie angeblich "österreichisch" sind.
von agibaer am Jul.2010

 
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Südtirol - Ostösterreich
Mit Verwunderung hab ich gelesen, dass Paradeis oder Paradeiser in Tirol unbekannt sind bzw. unbekannt waren. In Eppan/St. Pauls (Südtirol) ist es der ausschließliche Begriff gewesen, den meine Großtanten dort benutzt haben. Tomaten sagt man dort erst in neuerer Zeit (eher die jungen Leut). Das kann man auch im südtiroler Wörterbuch sehen.
von System am Aug.2011

 
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Zu agibaer v. 2010-07-25: "ein häßliches Wort"
"Beispiel dafür, das uns Westösterreichern Begriffe aus dem Osten aufgezwungen werden, weil sie angeblich 'österreichisch' sind"
Da ist's wohl umgekehrt: Die sprachliche Verbeugung der Tourismusindustrie vor dem deutschen Urlaubsgast hat wie bei "Sahne" statt "Rahm" das heimische Wort in weiten Kreisen zugunsten des Imports völlig verdrängt.Bei der Bestellung eines "Verlängerten" sagte das Innschbrukher Serviermädchen ganz ernsthaft: "Dös homma nit. Dös hoaßt bei ins a Tasse Kháffe!" Und auf "einen Ribiselsaft, bitte!" kam in einem anderen Lokal: "Ríbislsoft? Mir homp lei Heidelbärtschuss, Johannisbärtschuss..." Zu "Tomate" in Tirol s.a. Retti, http://tinyurl.com/3fgxjlj2 Antworten meinen immerhin: *"gleichwertig in der Verwendung mit Paradeiser" und "österreichisch: Paradeiser" Arg aber sind die Tiroler Reaktionen auf die Retti-Frage nach "Paradeiser", s. http://tinyurl.com/3mofj55



von Koschutnig am Aug.2011

 
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Sahne fließt im Zillertal,
doch gegen Denglisch geht der Kampf weiter!Arbeiterzeitung (1962): "Vielleicht werden die österreichischen Alpen dereinst ein Naturschutzgebiet sein, in dem noch reines Reichsdeutsch gesprochen wird."zitiert nach DER SPIEGEL 25/1962 http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-45140542.html


von Koschutnig am Aug.2011

 
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Die Diskussion ist insofern müßig,
als es bei dieser Veranstaltung ja auch um die regionale Verteilung der besprochenen Begriffe geht.
Abgesehen davon gehen mir diejenigen, die in vorauseilendem Gehorsam (Tourismuseinnahmen?) oder aus einem Minderwertigkeitskomplex oder einfach, weil sie zu viel norddeutsch Gesprochenes konsumiert haben, das fremde Deutsch für richtiger oder besser als das eigene halten, gehörig gegen den Strich. Komische Vögel.
von klaser am Aug.2011

 
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Übrigens....
In Bosnien/Serbien sagt man auch paradeis (paradajz, so geschrieben). Ist schon interessant wie solche Wörter auch nach Jahrzehnten Zeugen der Geschichte bleiben... :)
von System am Dec.2011

 
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Übrigens....
In Bosnien/Serbien sagt man auch paradeis (paradajz, so geschrieben). Ist schon interessant wie solche Wörter auch nach Jahrzehnten Zeugen der Geschichte bleiben... :)
von System am Dec.2011

 
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Vergebe hier die Maximalwertung,
obwohl streng genommen es sich hier um ein
"Halbaustriakum" handelt. Die Verbreitung
ist im Osten zum Westen deutlich im Ungleichgewicht,leider stirbt der Paradeiser
langsam aber sichtbar aus.
In gängigen Listen von Austriazismen wird er zuRecht weiter geführt. Die deutsche "Tomate"
übernimmt wie in Vielem die "Vorherrschaft.
von Joachim_Dorner am Dec.2011

 
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Dabei weiß jeder,
dass das Wort "Tomate" in Österreich längst illegal ist, Zuwiderhandelnde müssen strafweise mit Andreas Mölzer ein Tomatentunke-Teigwaren-Konglomerat essen, auf Ausländisch auch "Pasta al Pomodoro" genannt.
http://kurier.at/meinung/kolumnen/ohrwaschl/ohrwaschl-bei-uns-in-paradeisien/60.722.991
von JoDo am Apr.2014

 
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Wer's österreichisch haben will, sagt "Paradeiser"
21 Wörter, die wir vermissen
http://kurier.at/kult/21-woerter-die-wir-vermissen/59.624.319/slideshow#59624319,59646640
von JoDo am Apr.2014

 
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Das Nomen "Paradeiser" (m) für gmd. "Tomate" (f) ist österreichisches Standarddeutsch.
von Standard am May.2016

 
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Natürlich, Paradeiser. (Slowenisch: paradižnik)
In Südkärnten kannten vor 60 Jahren die Bauernkinder keine Paradeiser, weil es sie nicht gab, und lernten sie als Tomate kennen - damit mag die unterschiedliche Verbreitung zusammenhängen.
Im Übrigen ist ein Wort österreichisch, auch wenn es nicht überall in Österreich verwendet wird.


Slowenisch: paradižnik
von berberitze am 19.Jan.

 
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Ja, klar, baradeiser!
von typesetter am 19.Jan.

 
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3000 Sorten Paradeiser hat Erich Stekovics in seinem Garten in Frauenkirchen/Austria und führt gerne Gäste durch sein Paradies

Youtube: Video


von Sapperlot am 19.Feb.

 


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Die Ursprünge des Wörterbuches entstanden vor etwa 15 Jahren als ich von Österreich nach Deutschland gezogen bin und mehr mit hochdeutsch sprechenden Menschen zu tun hatte.

Österreichisches Deutsch bezeichnet die in Österreich gebräuchlichen sprachlichen Besonderheiten der deutschen Sprache und ihres Wortschatzes in der hochdeutschen Schriftsprache. Davon zu unterscheiden sind die in Österreich gebräuchlichen bairischen und alemannischen Dialekte.

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Teile des Wortschatzes der österreichischen Standardsprache sind, bedingt durch das bairische Dialektkontinuum, auch im angrenzenden Bayern geläufig.

Einige Begriffe und zahlreiche Besonderheiten der Aussprache entstammen den in Österreich verbreiteten Mundarten und regionalen Dialekten, viele andere wurden nicht-deutschsprachigen Kronländern der Habsburgermonarchie entlehnt. Eine große Anzahl rechts- und verwaltungstechnischer Begriffe sowie grammatikalische Besonderheiten gehen auf das österreichische Amtsdeutsch im Habsburgerreich zurück.

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Daneben gibt es in Österreich abseits der hochsprachlichen Standardvarietät noch zahlreiche regionale Dialektformen, hier insbesondere bairische und alemannische Dialekte. Diese werden in der Umgangssprache sehr stark genutzt, finden aber keinen direkten Niederschlag in der Schriftsprache.